„Unternehmerinnenpreis Sachsen-Anhalt 2016“ – Kategorie: Ab 6 Mitarbeiter

Melanie Albrecht Parkhotel Güldene Berge Weißenfels www.gueldene-berge.de

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Melanie Albrecht nahm so manchen Umweg in Kauf um dort anzukommen, wo sie heute steht. Die geborene Wiesbadenerin sammelte weitreichende Erfahrungen im In- und Ausland, bevor sie zu Beginn der 90er Jahre ihren Lebensmittelpunkt nach Sachsen-Anhalt verlegte. Seit mittlerweile 10 Jahren ist sie Geschäftsführerin des Parkhotel „Güldene Berge“, einem 4-Sterne-Hotel in einer Jugendstilvilla in Weißenfels. Dabei beschreitet sie vor allem in Bezug auf das Qualitätsmanagement und die Mitarbeiterführung Wege, die in der Region vielerorts noch nicht zum Standard gehören. Besonderes Augenmerk legt Melanie Albrecht auf die Herkunft der Produkte, die das Hotel seinen Gästen anbietet: Sie wählt explizit regionale Waren aus und stärkt so auch das Image Sachsen-Anhalts als Ferienregion. Sie lebt als alleinerziehende Mutter zweier Kinder zudem vor, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade und besonders als Unternehmerin möglich ist. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert; als sichtbares Zeichen erhält Melanie Albrecht zudem eine Statue, die vom polnischen Künstler Marian Molenda gestaltet wurde.

„Unternehmerinnenpreis Sachsen-Anhalt 2016“ – Kategorie: Bis 5 Mitarbeiter Renate Meidt Logistic Services GmbH Bismark OT Kläden

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Renate Meidt arbeitete jahrelang als studierte Ökonomin im Speditionsgewerbe und suchte mit Mitte 50 nach einer neuen Herausforderung, da sie für sich keine Aufstiegsmöglichkeiten sah. So gründete sie ein eigenes Unternehmen, das Leerfahrten reduziert und so hilft, Geld zu sparen und gleichzeitig Ressourcen zu schonen. Daneben unterstützt Renate Meidt ein Schulprojekt mit einem modernen Verkehrsprogramm für den Technikunterricht und nimmt aktiv am BIC Gründerstammtisch sowie an Netzwerktreffen der Existenzgründer Landkreis Stendal teil. Unternehmensvideos komplettierten ihre Bewerbung. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert; als sichtbares Zeichen erhält Renate Meidt zudem eine Statue, die vom polnischen Künstler Marian Molenda gestaltet wurde.

„Managerin des Landes Sachsen-Anhalt 2016“ Maren Dietze Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (AöR) Blankenburg / Harz www.talsperren-lsa.de

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Maren Dietze leitet den Bereich Betrieb des Talsperrenbetriebes Sachsen-Anhalt, einer Anstalt des öffentlichen Rechts mit 19 Mitarbeitenden und einer Auszubildenden. Ihr Credo: Wenn sich die Rahmenbedingungen verändern, dann muss sich auch sich selbst hinterfragen und möglicherweise verändern. Sie entwickelt dafür auch neue Ansätze – und beleuchtet auch Sinn und Unsinn althergebrachter Abläufe. Stets hört sie im Unternehmensalltag auf die Sichtweisen anderer und sucht nach konfliktärmeren gemeinsamen Lösungen. Maren Dietze agiert als Vorbild für andere Frauen im Unternehmen und hat schon früh entschieden, dass Kind und Karriere einander nicht ausschließen. Die Jury würdigte die konsequente und selbstverständliche Art, mit der sich die studierte Geotechnikerin und Wirtschaftsingenieurin seit nunmehr fünfzehn Jahren in einer sonst von Männern dominierten Umgebung behauptet. Sie hat dafür einen authentischen, eigenen Führungsstil entwickelt, der zu ihr passt und nicht einfach männliches Führungsverhalten kopiert. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert; als sichtbares Zeichen erhält Maren Dietze zudem eine Statue, die vom polnischen Künstler Marian Molenda gestaltet wurde.

Sonderpreis „Erfolgreichste Rückkehrerin nach Sachsen-Anhalt (Editha Preis)“ Flavia Hollburg Flavias wilde Feinkost Magdeburg www.wildefeinkost.de

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Nach mehr als zehn Jahren in Österreich kehrte Flavia Hollburg 2015 nach Sachsen-Anhalt zurück – und eröffnete in der Magdeburger „Grünen Zitadelle“ ein Feinkostgeschäft, in dem sie all die Gaumenfreuden zusammenbringt, die sie auf ihrem bisherigen Lebensweg schätzen gelernt hat: Milch- und Käseprodukte aus Österreich, Pestos und Chutneys, aus kleinen Manufakturen, Liköre und Weine – und hausschlachtene Wurst- und Schinkenspezialitäten nach altdeutscher Rezeptur aus der Landfleischerei ihrer Eltern in Niederndodeleben. Ihr besonderes Feinkostgeschäft bewirbt die Marketingfachfrau zeitgemäss off- und online und hat sich damit einen stetig wachsenden Kundenstamm aufgebaut. Ihr langfristiges Projekt: Die Landfleischerei ihrer Eltern in einer Unternehmensnachfolge weiterführen und damit die Zukunft der Familientradition sichern. Flavia Hollburg beweist, dass Rückkehrinnen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft wichtige Impulse bringen, durch die ganz neue Wertschöpfungsketten entstehen können. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

„Gründerinnenpreis des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung“ Anja Lenk Ahlers & Bobach Handels GmbH Hohe Börde, OT Irxleben www.ahlersundbobach.de

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Anja Lenk hat 2015 als Unternehmensnachfolgerin die Ahlers & Bobach Handels-GmbH mit Hauptsitz in Irxleben (Landkreis Börde) übernommen. Der Fachgroßhandel für Heizung, Sanitär und Küche mit aktuell rund 20 Beschäftigten wurde 1990 von ihrem Vater gemeinsam mit weiteren Gesellschaftern gegründet und hat zwei Filialen in Halberstadt und Quedlinburg. Anja Lenk hat im Unternehmen ihre Ausbildung gemacht, viele Stationen selbst durchlaufen und sich berufsbegleitend weiter qualifiziert. Als geschäftsführende Gesellschafterin geht die 42-Jährige u.a. bei der Mitarbeiterführung vorbildliche Wege: Ahlers & Bobach übernimmt alle anfallenden Kosten für Aus- und Weiterbildungen und unterstützt Mitarbeiter, die berufsbegleitend studieren. Auch das Unternehmen selbst wird weiterentwickelt: So setzt Anja Lenk bei den Arbeitsabläufen verstärkt auf die Digitalisierung. Die Jury würdigte insbesondere, dass Anja Lenk in einer traditionellen Familiennachfolge in die Geschäftsführung eingestiegen ist – diese Art der Gründung verdiene in Sachsen-Anhalt in den kommenden Jahren mehr Aufmerksamkeit.